B-Klasse Mainz-Bingen West (19. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim II - HNK Croatia 95 Mainz 5:0 (0:0)

30-Punkte-Marke rückt immer näher

TSVgg Stadecken-Elsheim II: 
Hoth, Mildner, Odelga, Seifert, Luff, Große Böckmann, Hußmann (77., Britz),
Kaufmann (77., Doll), Wolf Y. (81., Hofmann), Wolf D., Becker

HNK Croatia 95 Mainz: 
Besnicanin, Petricevic (46., Golak M.), Parlov, Dujmovic, Jelcic,
Marasovic, Brdar, Kolak G., Skarka (81., Majic), Glavinic, Gündüz

Tore:
1:0 Hußmann (55.), 2:0 Odelga (68.), 3:0 Kaufmann (74.), 4:0 Wolf D. (80.), 5:0 Wolf D. (83.)

Gelb-Rote Karte:
Gündüz (HNK Croatia 95 Mainz, 39., Meckern)

 

Florian Sieben, Elias Hofmann und Thomas Fröhlig I

Mit einem in der zweiten Hälfte herausgespielten 5:0-Erfolg feiert die Zweite Mannschaft einen verspäteten Start in das Jahr 2019 und schlägt erstmalig Croatia Mainz.

Das Feierabend-Bier hatte sich das junge Team von Spielertrainer David Wolf nach Schlusspfiff redlich verdient. In den 90 Minuten zuvor sah der Coach viel Gutes und mit dem 5:0 gegen Croatia Mainz den herbeigesehnten Erfolg im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres. Vor allem Dingen, dass man „von Beginn an spielbestimmend aufgetreten“ sei und den Ball „gut in den eigenen Reihen“ habe laufen lassen imponierte den Mann des Tages, der selbst zwei Treffer zum Erfolg beisteuerte, dann doch. Denn trotz der offensichtlichen Feldüberlegenheit der Gastgeber tat sich dieser, vor allem in der ersten Hälfte, gegen die robusten Kroaten erwartet schwer. Kaum ein Ball gelangte einmal präzise in das letzte Drittel und so zeigte man zwar eine bereits in den ersten 45 Minuten starke Leistung, ohne jedoch mit Toren oder gar einer Vielzahl von Torgelegenheiten zu glänzen. Die wenigen Möglichkeiten, welche sich dennoch boten, sollten Ungenauigkeiten im Abschluss zum Opfer fallen und so war es Yannick Wolf vorbehalten, nach 35 Minuten die beste Chance der ersten Halbzeit zu vergeben, als er im direkten Duell mit HNK-Keeper Besnicacin den Kürzeren zog. 

Von den Kroaten war bis zu diesem Moment absolut gar nichts zu sehen. Förmlich spürbar die Verunsicherung der Gäste, die vor der Partie gerade einmal einen Punkt aus den letzten sechs Begegnungen geholt hatten und denen die Unruhe in der Mannschaft förmlich anzumerken war. Eine Unruhe, die kurz vor der Halbzeit völlig unvermittelt einen Platzverweis für Gündüz hervorbrachte, als dieser, innerhalb weniger Momente, sich für Meckern zunächst die gelbe Karte abholte, seinen Mund jedoch nicht halten wollte und sich so vom jungen, aber „sehr souverän auftretenden“ Schiedsrichter, der immer „Herr der Lage“ war, wie David Wolf nach der Partie lobend anerkannte, die Ampelkarte abholte. 

Ein Bärendienst für sein Team, welches nun 50 Minuten in Unterzahl zu agieren hatte, sich jedoch erst einmal in die Pause retten konnte.

Dort gab Trainer Wolf seinen Spielern nun mit, den Platzverweis intelligent ausnützen zu müssen, indem man „den Ball mehr in der Breite zirkulieren lassen“ sollte. Geduld war das Zauberwort um die, im Durchschnitt 30 Jahre alte Mannschaft der Gäste, mit der Zeit einfach müde zu spielen. 

Und wie gewünscht setzte die Mannschaft die Vorgaben ihres Trainers in der Folge um, blieb jedoch weiter ohne Erfolg im Abschluss, denn auch David Wolf selbst setzte die erste Möglichkeit der zweiten Hälfte nicht. Die Erlösung und Belohnung für eine starke Leistung dann aber in der 55. Minute, als Silas Große Böckmann mit einem Pass die gesamte HNK-Abwehr überspielte und der durchgestartete Paul Hußmann den Ball endlich an HNK-Keeper Besnicacin vorbei im Tor unterbrachte. Der Jubel und die Erleichterung groß, der Knoten war endlich geplatzt und der Torreigen nahm seinen Lauf. Denn nur 13 Minuten später war es Kevin Odelga, der nach Hereingabe von Kapitän Felix Becker goldrichtig stand und das vorentscheidende 2:0 erzielte. Zuvor hatte man noch einmal kurz bangen müssen, als die Gäste gefährlich vor dem Tor auftauchten, doch den einzig wirklich gefährlichen Abschluss parierte Keeper Lukas Hoth in gewohnt abgeklärter Manier. 

Mit dem zweiten Gegentreffer war nun auch die Gegenwehr der Mannschaft aus Mainz gebrochen und man ergab sich seinem Schicksal. Ausnützen wollte dies Cornelius Kaufmann, der noch Minuten zuvor, richtigerweise, einen Treffer aus Abseitsposition nicht anerkannt bekam, doch in der 74. Minute dieses Mal vollkommen richtig stand und so eine Hereingabe von David Wolf nur noch einschieben brauchte. Hußmann, Odelga und Kaufmann – ein netter Nebeneffekt, dass alle drei Torschützen sich das erste Mal in der laufenden Spielzeit in die Torjägerliste eintrugen. Einer mit weit mehr Erfahrung in diesem Gebiet, Spielertrainer David Wolf, wollte sich da natürlich nicht lumpen lassen und fand in Silas Große Böckmann seinen Mitstreiter, der in sowohl in der 80. Minute, als auch drei Minuten später, perfekt freispielte – was drei Torbeteiligungen im Spiel bedeuteten – und Wolf mit Saisontreffer sechs und sieben das Ergebnis auf 5:0 hochschraubte.

Gleichzeitig das Endergebnis in einem Spiel, dass nach Meinung des Trainers „auch in der Höhe so hochverdient gewonnen wurde“. Mit nun 25 Punkten nach 19 Spielen hat man die angepeilte 30-Punkte-Marke doch nun sichtbar im Blick und darf so wohl schon bald das nächste Bier auf den dann gesicherten Klassenerhalt trinken.

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