B-Klasse Mainz-Bingen West (20. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim II - SG Sponsheim/Dromersheim/Dietersheim 1:4 (1:2)

Halbe Stunde an Sensation geschnuppert

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Bornkessel, Mildner, Odelga, Wolf D., Hofmann (70., Doll), Becker,
Britz (78., Scherffius), Dechent J., Wolf Y., Kaufmann, Uphues A.

SG Sponsheim/Dromersheim/Dietersheim:
Müller, Fischer, Lorenz, Götz, Jähn (63., Lunkenheimer), Alhassan,
Sommer, Schmitt (78., Klesy), Alzakkar, Gbale (74., Kisadi), Ritzmann

Tore:
1:0 Becker (19.), 1:1 Gbale (34.), 1:2 Alzakkar (39.),
1:3 Sommer (58., FE.), 1:4 Alhassan (69.)


Florian Sieben und Joshua Harth I

Kurz durfte die Zweite Mannschaft von der ganz großen Überraschung träumen, am Ende setzt sich der Favorit aus dem Binger Raum jedoch klar durch.

Es war einer dieser „was-wäre-wenn-Momente“. Was wäre gewesen, wenn Philipp Mildner das Spielgerät nach einer knappen halben Stunde nicht per Freistoß an das Lattenkreuz, sondern nur Zentimeter daneben zum 2:0 in das Tor gesetzt hätte? Wäre die Spielgemeinschaft aus Sponsheim, Dromersheim und Dietersheim, der Aufstiegskandidat aus dem Binger Raum, auch mit einem zwei-Tore-Rückstand noch einmal zurückgekommen? Eine am Ende hypothetische Frage, denn der sehenswerte Standard fand seinen Weg eben nicht dahin, wo er sollte und das Spiel nahm seinen, für die Gastgeber, bitteren Lauf. Einen Lauf, der erst einigen Anlauf benötigte, ging doch die Zweite Mannschaft mit großem Selbstvertrauen in die Partie gegen den Favoriten und zeigte, dass man auch gegen die Teams aus dem oberen Tabellendrittel mithalten konnte. Dabei war Trainer David Wolf gezwungen, sein Team rigoros umzubauen und gleich auf fünf Positionen zu verändern im Vergleich zum 5:0-Erfolg gegen Croatia Mainz drei Tage zuvor. Doch trotz der personellen Veränderungen bleib die Marschrichtung des Trainers klar: „den Gegner früh attackieren“ und „vor allem in der ersten Halbzeit den starken Gegenwind ausnützen“, mit dem es die Gäste zu tun hatten. Ein Plan, der voll aufging, wie die ersten zwanzig Minuten zeigten, als man sich spielbestimmend präsentierte und dem Tabellendritten kaum einmal Raum gab, sich aus der engen Umklammerung der eigenen Hälfte zu befreien. Folgerichtiges Resultat aus der Überlegenheit dann auch der Führungstreffer nach einem Eckball, den in der 19. Minute Felix Becker zu nutzen wusste und den Ball zum 1:0 im Tor der Gäste versenkte. In der Folge blieb man überlegen und hatte mehrfach die Möglichkeit, das Ergebnis nach oben zu schrauben. Doch beste Chancen, darunter auch der Freistoß von Philipp Mildner, wollten einfach nicht genutzt werden und so nahm das Spiel den Lauf, welchen man in solchen Momenten schon so oft erleben durfte. Mit einer der ersten Offensivaktionen der Gäste war der Ausgleich durch Gbale erzielt. Ein Treffer, den es in der 34. Minute jedoch nicht hätte geben dürfen, war der Ball Momente vor dem Einschlag bereits vollständig über der Linie im Aus gewesen, was der Schiedsrichter jedoch nicht zu sehen vermochte. Nicht die einzige Fehlwahrnehmung des Referees, sollte ihm doch nur Momente später ein weiteres Mal entgehen, dass der Ball über der Linie war und zwar über der Torlinie der Gäste. Ein regulärer Treffer, der wiederum die Führung für die Zweite bedeutet hätte, der somit jedoch keine Anerkennung erhielt. Nicht der beste Tag des Schiedsrichters, was jedoch auch einmal passieren kann. Statt die eigene Führung erneut bejubeln zu können, sollte man kurz vor der Pause dann sogar noch den Rückstand hinnehmen, als Alzakkar eine Flanke mustergültig verarbeitete und den Favoriten erstmals in Führung brachte.

Eine leichte Resignation war in der Kabine zu spüren, doch wollte man sich noch nicht geschlagen geben und zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal alles reinwerfen, um doch noch Zählbares mitzunehmen. Ein Unterfangen, welches sich, ob des starken Gegenwindes, jedoch mehr als schwer erweisen sollte. Und als nach einer knappen Stunde, in der man nicht mehr wirklich in die Partie kam, die Gäste auch noch einen berechtigten Elfmeter zugesprochen bekamen, den Sommer zum 1:3 verwandelte, war die Partie gelaufen. Den Schlusspunkt setzte Alhassan zehn Minuten später, als er mit einem Distanzschuss das 1:4 markierte. 

Ein „unglücklicher Spielverlauf“, wie es Trainer David Wolf nach dem Spiel resümierte, das jedoch mit der Spielvereinigung „aufgrund der zweiten Halbzeit einen verdienten Sieger gefunden hatte“. Wie bereits im Hinspiel zeigte man sich lange auf Augenhöhe und hätte vielleicht auch mehr mitnehmen könne, als bloß die Erkenntnis, dass man momentan jedem Gegner das Leben schwer machen kann. Doch letztlich darf nun die Niederlage nicht entmutigen, geht es doch schon weiter, wenn man in einer Woche zu Gast ist bei Bosnjak Mainz.

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