B-Klasse Mainz-Bingen West (21. Spieltag): SNK Bosnjak Mainz - TSVgg Stadecken-Elsheim II 2:2 (1:0)

Spätes Spektakel rettet einen Punkt

SNK Bosnjak Mainz:             
Grozdanic, Zukovic, Delic, Osmancevic, Lippold (46., Muric), Alabtah,
Mrsic (58., Hafizovic), Wirbelauer, Gruber, Djamali (79., Music), Westermann

TSVgg Stadecken-Elsheim II:  
Hoth, Mildner (50., Becker), Engemann, Seifert, Sinock (65., Uphues A.), Antwerpes,
Hußmann, Krützfeld, Wolf Y., Kaufmann (79., Doll), Wolf D.            

Tore:   
1:0 Lippold (16.), 2:0 Hafizovic (80.), 2:1 Engemann (88., FE.), 2:2 Doll (89.)

 

Florian Sieben und Elias Hofmann I

Als alles schon nach der zweiten Niederlage in Folge aussieht, bekommt die Mannschaft von Trainer David Wolf die zweite Luft und holt einen verdienten Punkt bei Bosnjak Mainz.

Alle Zuschauer, die geblieben waren, auch nachdem die Zweite Mannschaft nach 80 Minuten eigentlich hoffnungslos mit 0:2 hinten lag, durften sich nach dem Schlusspfiff glücklich schätzen. Denn innerhalb von nicht einmal 120 Sekunden waren es Kai Engemann per Elfmeter und der eingewechselte Benjamin Doll, welche den Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Ausgleich umwandelten. Ein Punktgewinn, wie auch Trainer David Wolf bilanzierte, der kein gutes Spiel gesehen hatte, seinem Team jedoch „bewiesene Moral bis zur letzten Sekunde“ attestieren konnte. Zuvor nämlich prägten vor allem mangelndes Tempo und ständige Ballverluste das Spiel der Zweiten Mannschaft, die zum Auswärtsmatch auf kleinem Geläuf gegen körperlich robuste Bosnier, trotz des Einsatzes gleich dreier Spieler der Ersten, nicht als Favorit antrat. Diese Rolle hatte klar der Gastgeber inne, welcher sich durch starke Auftritte bis auf Platz vier der B-Klasse Mainz-Bingen West emporgearbeitet hatte.

Der Favoritenrolle gerecht wurde Bosnjak in einer Partie, in der zu Beginn wenig Erwähnenswertes passierte, dann in der 16. Minute, als einer der vielen Fehler im Spielaufbau nicht korrigiert werden konnte und Maximilian Lippold seine Farben mit 1:0 in Front schoss. In der Folge blieb das Spiel blass und Möglichkeiten beider Teams blieben rare Kost. Ab und an gelang es zwar, den erfahrenen Abwehrblock der Gastgeber zu überspielen, doch entweder blieb in der Folge der Abschluss ungenau oder SNK-Keeper Grozdanic stand einem Einschuss im Weg.

Auch nach dem Seitenwechsel sollte die Begegnung viele Wünsche übrig lassen, denn während die Gastgeber nicht mehr als notwendig machten, um ihre Führung zu verwalten, blieben die Angriffsbemühungen der Zweiten weiter höchst ungenau, sodass Gefahr vor dem Tor eher ein Wunsch als Realität blieb. Das Spiel ging in die letzten Züge, die es dann aber in sich haben sollten. 

Eingeleitet wurde die Schlussphase noch ganz ruhig, als David Wolf seinen letzten Wechsel zog, zuvor waren bereits Felix Becker und Alexander Uphues in die Partie gekommen, und Benjamin Doll in die Sturmspitze einwechselte. Eine Maßnahme, die nicht gleich Wirkung zeigen sollte, denn nur Momente später waren es wiederum die Gastgeber, welche nach einem Konter die aufgerückte Formation der Zweiten nutzten und durch den ebenfalls eingewechselten Hafizovic das 2:0 erzielten. Das Spiel schien gelaufen, bis zur 88. Minute, als die Gastgeber Geschenke verteilten und dem nicht immer auf der Höhe mitspielenden Schiedsrichter gar nichts anderes übrig blieb, als Elfmeter zu geben. Zu diesem trat Kai Engemann an, der diesen schnörkellos verwandelte. Mit dem Anschluss wurde es hektisch und spektakulär, vergingen doch nur Sekunden, als plötzlich Benjamin Doll frei vor dem SNK-Keeper auftauchte und mit einem gefühlvollen Heber zum Ausgleich einschoss. 

Ein Treffer, der gleichzeitig den Endstand bedeuten sollte. Eine, nur in den letzten Minuten, spannende Begegnung, in welcher der Punkt für die Zweite, aufgrund der geteilten Spielanteile, auch vollkommen in Ordnung ging und so ein weiterer Zähler in Richtung Klassenerhalt gesammelt werden konnte.

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