B-Klasse Mainz-Bingen West (23. Spieltag): FV Hassia Kempten - TSVgg Stadecken-Elsheim II 1:4 (1:3)

Die 30-Punkte-Marke ist geknackt

 

FV Hassia Kempten: 
Hornik, Schier, Erff, Deibele, Zulic, Hörrmann, Bernd, Frowein, Roberson, Erkic, Rimac

TSVgg Stadecken-Elsheim II: 
Hoth, Dechent J., Haar (71., Neumann), Antwerpes, Klein, Hußmann,
Kaufmann, Wolf Y., Doll (65., Eppelmann), Krützfeld (65., Taflan), Uphues A.

Tore: 
1:0 Bernd (10.), 1:1 Kaufmann (21.), 1:2 Kaufmann (24.), 1:3 Krützfeld (41.), 1:4 Eppelmann (80., FE.)

Rote Karte: 
Rimac (44., Tätlichkeit, FV Hassia Kempten)
Schier (89., Grobes Foulspiel, FV Hassia Kempten)

 

Florian Sieben und Elias Hofmann I
Das Nachholspiel in Bingen-Kempten verlangt der Zweiten, ob der widrigen Bedingungen, alles ab – siegreich bleibt sie trotzdem.
Dabei mussten Spieler wie Zuschauer erst einmal warten, bis die Begegnung am Dienstagabend angepfiffen werden konnte. Strömender Regen hatte den Hartplatz unter Wasser gesetzt und sollte so auch bei Anpfiff ein zunächst mitentscheidender Faktor sein. Denn mit den erschwerten Bedingungen kamen zunächst nur die Platzherren zurecht, machten anfänglich das Spiel und gingen folgerichtig auch in Führung. Aber der Rückstand bewies sich folgend als Brustlöser für die Zweite Mannschaft, die nun feldüberlegen agierte und nach einem Eckball von Andreas Klein durch Alexander Uphues zu einer ersten Möglichkeit kam, dessen Kopfball jedoch noch von der Linie gekratzt werden konnte. Jubeln durfte man dann aber nur kurze Zeit später, was wohl ebenfalls dem sehr launischen Wetter mit anzurechnen war. Denn eine eigentlich als Flanke gedachte Hereingabe von Cornelius Kaufmann wurde für FV-Keeper Hornik immer länger und senkte sich schließlich hinter ihm im Tor zum Ausgleich. Von einem Fehler von Hornik profitierend war es dann nur Momente später wiederum Cornelius Kaufmann, der dann sogar die Führung brachte, als er nach einer Krützfeld-Flanke den Ball, welchen der Keeper unerklärlicherweise fallen ließ, nur noch einzuschieben brauchte. 

Kempten gab sich in der Folge jedoch noch nicht auf und es war Torwart Lukas Hoth zu verdanken, dass die Führung auch bestehen blieb. Der Genickbruch folgte zwei Minuten darauf, als es Raiko Krützfeld war, dieses Mal auf Vorlage von, der zum vorentscheidenden 3:1 einnetzte, mit dem es auch in die Halbzeit ging. Merkbar nun, dass der doch schnelle Rückstand Spuren bei den Bingern hinterlassen hatte – und Frust. Es folgte, was folgen musste. Nach 44 Minuten gab es die rote Karte, nachdem Rimac Jerome Haar den Ellenbogen ins Gesicht gestoßen hatte. Eine unschöne Szene, die so keiner braucht.

Die zweite Halbzeit dann wesentlich ereignisärmer, wenn man mal die zahlreichen Slapstick-Situationen herausnimmt, welche der nun nur noch sehr schwer zu bespielende Platz heraufbeschwor. Spielerische Highlights dann erst wieder in der 80. Minute, als der an diesem Tag überragende Cornelius Kaufmann erneut durchzubrechen drohte und nur noch per Foul im Strafraum zu stoppen war. Nachdem von allen Beteiligten endlich der Elfmeterpunkt ausgemacht worden war, durfte dann auch Christian Eppelmann antreten und verwandelte sicher zum letztlichen Endstand von 4:1. Unrühmlich die zweite rote Karte der Gastgeber, welche sich dieses Mal Schier abholte, kurz bevor der Schiedsrichter die Partie hat abpfeifen können. Dies holte er dann wenig später nach und die Freude war groß, erinnerte die Begegnung doch lange eher an die berühmte Wasserschlacht von Frankfurt 1974 – eben nur auf Hartplatz. Ein grandioser Erfolg, den die Jungs von Trainer David Wolf da feiern konnten und somit nun ganz sicher den Verbleib in der Liga feiern können.

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