Ligaauftakt geht gründlich in die Hose

 

SpVgg Ingelheim II
Rossmanith, Pokryschkin (46., Schuhmann), Michel, Spitzbarth, Ordukaya (50., Bulaj),
Menk, Hack, Haas, Winternheimer (55., Heinen), Becker (60., Streif), Landfried

TSVgg Stadecken-Elsheim II
Grosser (46., Jurthe), Dechent J. (46., Winkler), Hofmann, Odelga, Pollok, Eppelmann,
Mildner, Rutsch, Scherffius E., Lipinski (33., Khalili), Al Youssef (46., Doll)

Tore
1:0 Spitzbarth (20., FE.), 2:0 Ordukaya (35.), 3:0 Heinen (75.)

 

Florian Sieben IDer Saisonauftakt der Zweiten Mannschaft gestaltet sich chaotisch. Der Unparteiische glänzt durch Abwesenheit, was den verletzten TSVgg-Kicker Alexander Uphues zum Aushilfsschiedsrichtet macht. An der Niederlage gegen die Spielvereinigung ändert das jedoch nichts.

Es könnte Wochen dauern, bis man diese Niederlage richtig einordnen kann. War man einfach nicht stark genug und muss sich mehr nach unten orientieren oder traf man im Duell gegen die Zweitvertretung der Spielvereinigung Ingelheim bereits auf einen der absoluten Favoriten auf die Spitzenposition in der B-Klasse Mainz-Bingen West I. Der Auftritt und die Startformation der Hausherren legte zumindest nahe, an die zweite Variante glauben zu dürfen. Abgezockt und spielerisch überlegen zeigte sich das Team von Spielertrainer Dirk Spitzbarth nahezu über die volle Spielzeit, ließ hinten kaum etwas anbrennen und zeigte sich, wenn notwendig, im Angriffsspiel eiskalt. 

Überschattet wurde das Spiel, welches um 12:30 Uhr beginnen sollte, jedoch erst einmal von der Tatsache, dass weit und breit kein Schiedsrichter anzutreffen war. Erst nach einigen Momenten stellte sich heraus, dass der eingeteilte Referee die Anstoßzeit versäumt hatte. Eine Lösung musste her und fand sich im verletzten Alexander Uphues, welcher kurzerhand ein Leibchen überzog und das Spiel in leitender Funktion nun pfiff. 

Die Partie selbst brauchte nur eine kurze Phase des Abtastens, denn bereits nach vier Minuten waren es die Hausherren, die erstmalig vor dem Tor der Zweiten auftauchten, hier jedoch im Abschluss noch unsauber blieben. In dieser Phase spielte auch noch die Zweite mutig mit und kam nach acht Minuten auch das erste Mal vor das gegnerische Tor. Philipp Mildner hatte den angeschlagen in die Partie gegangenen David Lipinski auf die Reise geschickt, welcher dann auch nur mit einem Foul zu stoppen war. Elfmeter, so lautete die Entscheidung des Referees. Doch es entbrannte eine lebhafte Diskussion darüber, ob das Foul tatsächlich im oder außerhalb des Strafraums stattgefunden hatte. Es dauerte kurz, doch dann nahm Schiedsrichter Alexander Uphues seine Entscheidung zurück, verlegte den Ort des Fouls außerhalb des Strafraums und entschied auf Freistoß. Bitter, vor allem, weil es Minuten später nun tatsächlich einen Elfmeter gab – dieses Mal jedoch für die Spielvereinigung. Der Spielertrainer trat zu diesem an und Dirk Spitzbarth zeigte sich bei dieser Aufgabe total abgeklärt und erzielte so das nicht unverdiente 1:0 für die Hausherren.

Ingelheim blieb auch in den Folgeminuten feldüberlegen. Zu allem Überfluss war Trainer Kimmes dann auch noch gezwungen, seinen Stürmer David Lipinski verletzungsbedingt früh aus der Partie zu nehmen. Für ihn kam nun Mohammad Khalili. Es reihte sich ein Niederschlag an den nächsten und hatte man gehofft, noch den Ausgleich vor dem Pausenpfiff erzielen zu können oder zumindest den Rückstand bei einem Treffer zu belassen, so wurde auch diese Hoffnung zunichte gemacht, als sich in der 35. Minute Ordukaya in der Spitze durchsetzen konnte und überlegt zur 2:0-Halbzeitführung einschoss. 

In der Pause ging Kimmes nun auf das Ganze und schöpfte bereits hier sein Wechselkontingent vollständig auf. Doch wesentlich besser machte es das Spiel der Zweiten letztlich auch nicht. Zu oft fehlte es an der notwendigen Durchschlagskraft, welche es benötigen sollte, einen Gegner des Kalibers der Spielvereinigung Ingelheim ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Ganz anders die Gastgeber selbst, welche immer wieder Nadelstiche setzten und in der Schlussphase nun endgültig den Sack zumachten, als der kurz zuvor eingewechselte Heinen das dritte Tor erzielte. 

Nach dem Abpfiff hieß es die Wunden zu lecken. Eine klare und deutliche Niederlage der Zweiten Mannschaft gegen eine starke Zweitvertretung der Ingelheimer Spielvereinigung, die einige Mängel offen zu Tage trat. Carl Kimmes ist es nun bestimmt, die Trainingswoche zu nutzen, um die Mannschaft wieder aufzurichten und auf das wichtige erste Heimspiel der Spielzeit gegen die Spielgemeinschaft Bingerbrück und Weiler optimal vorzubereiten.

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